Phantasiearbeit

„Ich fange an zu glauben, daß man nie etwas beweisen kann“, lässt Jean-Paul Sartre die Hauptfigur seines Romans „Der Ekel“ sagen, den Historiker Antoine Roquentin. „Das sind redliche Hypothesen, die den Tatsachen gerecht werden: aber ich fühle genau, daß sie von mir kommen, daß sie ganz einfach eine Art sind, meine Kenntnisse zusammenzufassen. (…) Langsam, träge, unwillig fügen sich die Tatsachen in die strenge Ordnung, die ich ihnen geben will; aber diese bleibt ihnen äußerlich. Ich habe den Eindruck, eine reine Phantasiearbeit zu machen.“1

 

[1] Jean-Paul Sartre. Der Ekel. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1981. S. 23.

 

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