Dort sein

Dort sein

Rubondo, Tansania, im März 2015. „Die Welt zu erkennen, heißt, die ausschließliche Fixierung auf die Texte hinter sich lassen und die bequeme Illusion aufzugeben, daß die Welt ein einziger großer Text sei“, meint Karl Schlögel in seinem wunderbaren Buch „Im Raume lesen wir die Zeit“, und fügt an: „Orte kann man nicht lesen, sondern man muß sie aufsuchen, um sie herumgehen. (…) Es geht um Raumverhältnisse, Entfernungen, Nähe und Ferne, Maße, Proportionen, Volumina, Gestalt. Räume und Orte (…) wollen erschlossen sein. (…) Das geht nicht ohne Schulung des Auges, nicht ohne Feldstudien, nicht ohne Arbeit vor Ort.“1

 

[1] Karl Schlögel. Im Raume lesen wir die Zeit: Über Zivilisationsgeschichte und Geopolitik. München: Carl Hanser, 2003. 22f.

 

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