Die Dinge deuten sich im schwachen Schein an

things loom through the glim

Ein Foto von der Ostsee im September 2011, das mich an das Sprachbild „things loom through the glim“ von Greg Dening erinnert. Er erläutert es so:

„‚Looming‘ – wenn sich ein Bild schwach am Horizont abzeichnet – ist ein Wort von der See. ‚Glim‘ – der schwache Schein – ist auch eins, obwohl sich ‚glim‘ im Englischen zu ‚glimpse‘ (flüchtiger Blick) und ‚glimmer‘ (glimmen, schimmern) gewandelt hat. Wenn wir vom Bord eines Schiffes oder vom Strand aus in die Ferne schauen, zeichnen sich Dinge durch den schwachen Schein am Horizont ab: ‚things loom through the glim.‘ Für einen Moment, im schimmernden Licht und Nebel des matten Scheins, sehen wir über den Horizont hinaus, jenseits der Grenzen unseres Blickfelds.“1

 

[1] Greg Dening. Tiefe Zeiten, tiefe Räume: Die Zivilisierung der See. Das Meer als kulturelle Kontaktzone: Räume, Reisende, Repräsentationen. Hrsg. Bernhard Klein & Gesa Mackenthun. Konstanz: UVK, 2003. 17–47, hier 46.

 

1 Response to “Die Dinge deuten sich im schwachen Schein an”


  • Hallo,
    ich bin eigentlich eher durch Zufall auf Ihre Seite gekommen. Nachdem ich mich ein wenig durchgelesen habe, muss ich sagen Ihre Seite gefällt mir sehr. Ich werde in Zukunft öfters mal vorbei schauen!

    Viele Grüße aus Sinsheim

Hinterlasse eine Antwort